Patientenrechte

Ihre Rechte als Patienten und die Pflichten des Therapeuten sind in verschiedenen Gesetzestexten verankert (u.a. BGB § 630, Heilpraktikergesetz, GebüH, DSGVO).
Hier haben wir für Sie in Kurzform die wichtigsten Schlagworte und Inhalte zusammengestellt:

1. Behandlungsvertrag

Der Behandlungsvertrag entsteht automatisch bei Einwilligung des Patienten in einen Erstbesuchstermin oder in ein Beratungsgespräch. Dieser Vertrag beinhaltet Ihren Anspruch auf die versprochene alternative Behandlung inkl. Beratung, sowie die Beantwortung aller Fragen und im Gegenzug der Anspruch des Behandlers auf die Vergütung der erbrachten Leistungen.

2. Informationspflicht

Diese beinhaltet die Verpflichtung des Behandelnden, Sie über die wesentlichen Umstände der Behandlung, deren Ablauf, voraussichtliche gesundheitliche Veränderungen während der Behandlung und Ihren Mitwirkungsanteil (z.B. Ernährungsumstellung, Einnahme von Medikamenten) zur Verbesserung Ihrer Gesundheit verständlich zu informieren.

3. Aufklärungspflicht

Verpflichtung des Therapeuten, Sie rechtzeitig vor der Maßnahme mündlich und verständlich über die wesentlichen Umstände der Behandlung (insbesondere Art, Umfang, Folgen, mögliche Risiken, Erfolgsaussichten, Alternativen, Kosten) aufzuklären. Hierbei müssen Sie auftretende Fragen stellen können und zufriedenstellend beantwortet bekommen, um eine Entscheidung bezüglich der Fortsetzung der Behandlung zu treffen.

4. Dokumentationspflicht

Der Therapeut ist verpflichtet, die Behandlung zeitnah zu dokumentieren. Hierbei werden alle Vorgehensweisen, Absprachen, Aufklärungen, Empfehlungen, Blutbilder, Arztbriefe usw. dokumentiert.

5. Aufbewahrungspflicht

Die Dokumentation der Behandlung muss laut Gesetz 10 Jahre, gerechnet ab Behandlungsabschluss, aufbewahrt werden.

6. Einsichtsrecht

Sie dürfen jederzeit Einsicht in Ihre Patientenakte nehmen oder Kopien anfertigen (fotografisch) oder Kopien gegen Gebühr bei uns anfordern (elektronisch oder postalisch).
In Ausnahmefällen (z.B. bei Verletzung der Rechte Dritter) darf der Therapeut die Einsichtnahme ablehnen, muss dies jedoch begründen.

7. Beweislast bei Haftungsfällen

Die Beweislast im Schadensfall oder bei Behandlungsfehlern ist gesetzlich geregelt.

Ausführliche Broschüre „Ratgeber für Patientenrechte“ ist erhältlich beim Bundesministerium für Gesundheit.